1953-1957

Am 01.01.1953 wurde der Stamm St. Veit, Ellwangen beim Bundesamt in Düsseldorf angemeldet. Stammesgründer war Hariolf Raible, damals 18 Jahre alt. Als Stammeskuratkonnte er den Comboni - Missionar Pater Anton Fichtner, der war 37 Jahre alt, gewinnen. Die erste Versprechensfeier am 23.04.1953 gilt als Gründungstag des Stammes. Die ersten Anwärter waren Gerhard Heusel, Helmut Lamprecht, Wolfgang Liegle und Albrecht Göhring aus der Sippe Löwe.

Die Anerkennung als 3. katholische Jugendorganisation, neben ND und St. Michael war die schwerste Aufgabe. Eine „uniformierte“ Jugendgruppe könnte als Störenfriede wirken und anfangs ohne geistlichen Führer konnte man keinen Platz im Jeningenheim bekommen. So richtete man sich an der Schönenbergstrasse das Gartenhaus der Eltern Raible als Heim ein mit Kerzenlicht beleuchtet.

Es dauerte fast 2 Jahre, bis die Pfadfinder das religiöse Leben in Ellwangen mitgestalten durften. Aber es kamen immer mehr Jungen und es wurde die Sippe Fuchs als neue Gruppe gegründet.

Die Pfadfinder brauchten aber auch Geld für Banner, Aushängekasten und Wimpel und so wurden Streichholzetiketten als Bausteine und Linolschnitte verkauft und Arbeitseinsätze gemacht. Doch die Pfadfinder hatten Gönner. So wurde der Aushängekasten (heute noch beim Haus Raible, Am Marktplatz, zu sehen) von Reinhold Schnepf , der Wimpel „Löwe“ von Architekt Wolfgang Rothmaier, der Wimpel „Fuchs“ von Erich Pörner und der Wimpel „Elch“ von Heinz Knödler, entworfen

Um in der Öffentlichkeit bekannter zu werden zeigten sich die Pfadfinder so oft es ging mit Banner und Wimpeln, ob an Fronleichnam, Gottbekenntnistage und vielen anderen kirchlichen Veranstaltungen mehr. Treffpunkt für alle Stammesveranstaltungen, mit Wimpel und Kluft, war immer das Viereck auf dem Marktplatz zwischen Sakristei und Nepomukkapelle.

Fast gleichzeitig mit der DPSG entstand auch eine Pfadfinderinnengruppe mit der man eine schöne, kameradschaftliche Verbindung pflegte. Mit ihr zusammen bekam man schließlich einen Raum im Jeningenheim.

Gleichzeitig mit der Gründung des Stammes Ellwangen konnte der neue „Gau Niederalfingen“ gegründet werden. Hierzu benötigte man 4 Stämme, diese waren, Heidenheim, Aalen, Wasseralfingen und nun Ellwangen. Die drei anderen Stämme gehörten zuvor zum „Gau Hohenstaufen“. Der neue Gaufeldmeister hieß Erwin Hafner (Aalen), der Gaukurat Pater Gabriel Neher, OSB (Neresheim). Auf Gauebene traf man sich zu vielen Gaustaffetten und vielen Einkehrtagen im Kloster Neresheim. Auch nahmen die Ellwanger an mehreren Landeslagern teil. Landesfeldmeister war damals Georg Gerst (der „Landesschorsch“).

1957 gab es eine 1. Internationale Begegnung mit Pfadfindern aus Wien. Wiener Pfadfinder, 8 Mann stark, waren 4 Tage lang zu Gast in Ellwangen und brachten als Gastgeschenk eine Landsknechttrommel mit. Man unternahm mit Ihnen Geländespiele, eine Wanderung zur Burg Niederalfingen und eine Zugfahrt nach Kloster Neresheim zu Pater Gabriel.

Das jährliche Programm erstreckte sich über Wanderungen, Versprechensfeiern, Faschingsveranstaltungen, Elternabende, Zeltlager an Pfingsten, Gradprüfungen, Gautreffen und Einkehrtage, Nikolausfeiern, Kursbesuche und Seminare zur politischen Bildung.